So funktioniert es
Wie eine Fläche zu einem Wind- oder Solarpark wird — und an welcher Stelle dieses Verzeichnis ansetzt.
Der Weg eines Projekts
- Die Fläche wird ausgewiesen. Regionalplanung und Kommune legen fest, wo gebaut werden darf.
- Der Projektierer sichert Flächen. Er schließt Pacht- oder Nutzungsverträge mit den Grundeigentümern — hier fließt das Geld an den Eigentümer.
- Die Genehmigung. Für Windenergie nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz.
- Die Ausschreibung. Das Projekt bietet bei der Bundesnetzagentur um eine Vergütung. Gewinnt es, erscheint es in der Zuschlagsliste — das ist der Punkt, den dieses Verzeichnis sichtbar macht.
- Der Bau. Erst danach, und nicht immer.
Was ein Zuschlag über eine Gegend verrät
Dass jemand geboten hat, heißt: die Fläche ist planerisch möglich, der Wind oder die Einstrahlung reichen, ein Netzverknüpfungspunkt ist erreichbar, und ein Unternehmen hat Geld in die Vorbereitung gesteckt. Für Eigentümer benachbarter Flächen ist das die nützlichste Information überhaupt — sie kommt sonst erst mit dem Anruf eines Projektierers.
Was Grundeigentümer bekommen
Die Pacht ist Verhandlungssache und wird nicht veröffentlicht. Marktübliche Größenordnungen aus öffentlichen Quellen liegen bei rund 20.000 bis 30.000 Euro je Windenergieanlage und Jahr sowie 3.500 bis 5.000 Euro je Hektar und Jahr bei Freiflächen-Solar. Wir nennen bewusst keine Beträge für einzelne Projekte — die stehen in keiner amtlichen Liste, und wir erfinden sie nicht.
Ein Zuschlag ist keine Anlage. Er bedeutet, dass ein Projekt eine Ausschreibung der Bundesnetzagentur gewonnen hat und für seinen Strom eine Vergütung erhält. Ob gebaut wird, entscheidet sich danach — Zuschläge verfallen, Projekte werden verschoben, Genehmigungen werden beklagt. Diese Seite zeigt, wo Projektierer bieten und gewinnen, nicht welche Anlage steht.
Alle Angaben stammen aus den Zuschlagslisten der Bundesnetzagentur zu den EEG-Ausschreibungen für Windenergie an Land und Solaranlagen (Freifläche), Gebotstermine 2018 – 2026. 77 Zuschlagslisten wurden ausgewertet. Die Listen stehen unter der Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 4.0.
Wir fragen für Sie nach
Vier Fragen, dann fragen wir bei Projektierern nach, die in Ihrer Gegend schon Zuschläge gewonnen haben. Kostenlos und unverbindlich.
Kostenlos und unverbindlich. Das Verzeichnis gehört keinem Projektierer und vermittelt keine Verträge.